5G-Ausbau in Berlin Adlershof

InSystems Automation begrüßt die Pläne zum 5G-Ausbau in Berlin Adlershof. Mit dem neuen Mobilfunkstandard ergeben sich insbesondere für die Technologie der Transportroboter viele Vorteile, die zur Steigerung der Performance beitragen können. Hierzu zählen beispielsweise neben Robustheit, Bandbreite und geringen Latenzen ebenfalls die Möglichkeit, riesige Datenmengen drahtlos und in Echtzeit über große Flächen hinweg zu übermitteln. Der erste Feldtest für 4G/5G Mobilfunktechnologie mit einem mobilen Roboter in einem Fabrikumfeld mit realen Produktionsanforderungen startet am 26.2.2019 im OSRAM-Werk in Schwabmünchen.

Pläne für den 5G-Ausbau in Adlershof

Das Land Berlin und die Deutschen Telekom haben sich darauf verständigt, dass in einzelnen Teilen der Hauptstadt vor dem Jahr 2021 Mobilfunk nach 5G-Standard angeboten werden soll. Geplant ist, dass Berlin zur Modellregion für den schnellen Datentransfer im Mobilfunk werden soll. Zu den ausgewählten Standorten, die an das 5G-Netz angeschlossen werden, gehören zuallererst der Technologiepark Adlershof, gefolgt vom Siemens Innovationscampus und der Berliner Messe. Weiterhin sind öffentliche Ort wie der Potsdamer Platz, die Stadtautobahn und die Berliner U-Bahn als neue 5G Standorte im Gespräch.

Susanne Dannat, Marketingleitung der InSystems Automation, bemerkt gegenüber den ntv Nachrichten: „Wir begrüßen die Pläne für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards hier in Adlershof. Mit 5G könnten sich Roboter über große Flächen hinweg oder auch außerhalb von Produktionshallen bewegen. Das ist jetzt noch nicht möglich.” Derzeitige Robotermodelle kommunizieren über WLAN, wodurch es immer wieder zu Unterbrechungen und Verzögerungen kommen kann. Zukünftige Robotermodelle werden außerdem über wesentlich mehr „Intelligenz” verfügen und dezentraler organisiert sein, sie werden mehr miteinander kommunizieren, sodass auch mehr Datenvolumen anfällt.

ntv Interview mit Susanne Dannat

OSRAM startet ersten Feldtest in Schwabmünchen

Seit letztem Jahr erprobt die Deutsche Telekom mit dem Hightech-Unternehmen OSRAM sowie Gestalt Robotics und dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik den Einsatz von 4G/5G Mobilfunktechnologie an einem autonom navigierenden Transportroboter “proANT 436” (automated guided vehicle – kurz AGV) von InSystems Automation. Am 26.2.2019 startet der erste Feldtest in einem Fabrikumfeld mit realen Produktionsanforderungen im OSRAM-Werk in Schwabmünchen.

Hierzu wurde eine dezentralisierte Hochleistungsinfrastruktur auf Basis eines „Dual Slice“- Campusnetzes entwickelt. Dabei bezieht sich „Dual Slice“ auf die Kombination und Integration von öffentlichen und privaten LTE-Netzen. Zusätzlich wird eine lokale Edge Cloud implementiert.

Vorteile gegenüber WLAN-Lösungen 

Die Vorteile der Nutzung von Mobilfunk gegenüber WLAN-Lösungen sind für die Industrieroboter vielfältig. Dank neuer Serverlösung und intelligenten Algorithmen verringert sich die Integration in eine neue Fertigungsumgebung auf wenige Minuten, statt bislang Tag. Das AGV System ist in der Lage automatisch eine Umgebungskarte zu erstellen, sich darin zu lokalisieren (SLAM) und flexibel Hindernisse zu umfahren. Außerdem kann das System durch höherwertige KI Funktionen wie z.B. Objekterkennung, 3D Rekonstruktion oder Flottenmanagement erweitert werden. Die Nutzeroberfläche kann auf allen gängigen, mobilen Endgeräten (Web-App) mit WLAN oder LTE Verbindung genutzt werden und ermöglicht es Arbeitsstationen und komplexe, interaktive Aufgabenabläufe zu definieren.

Weiterführende Links:

Beitrag in den ntv Nachrichten

4G/5G Mobilfunktechnologie bei autonomen Transportrobotern

Forschungsprojekt CrESt