CrESt setzt neue Maßstäbe

InSystems Automation engagiert sich mit 22 weiteren internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft im Forschungsprojekt CrESt, das zum Ziel hat, neue Techniken und Methoden zur Entwicklung kollaborierender eingebetteter Systeme zu erschließen. Das von der Bundesregierung und der DLR initiierte Vorhaben ist auf insgesamt drei Jahre angelegt und hat ein Gesamtvolumen von über 24 Mio. Euro. Ziel von InSystems ist, die proANT Transportroboter-Technologie in mehreren Segmenten deutlich zu verbessern.

CrESt setzt neue Maßstäbe

Wer wissen möchte, wie die Zukunft der deutschen Industrie in ein paar Jahren aussehen könnte, der findet in dem Vorhaben „CrESt“ womöglich erste Antworten. Unter dem Stichwort „kollaborierende eingebettete Systeme“ entwickeln führende deutsche Hoch- und Fachschulen wie beispielsweise die Humboldt-Universität zu Berlin, TU München, Essen, Kaiserslautern zusammen mit OFFIS, Siemens, Bosch, INCHRON, FEV intelligente Systeme, die sich einzeln und im Verbund autonom organisieren und koordinieren können. Kollaborierende Systeme sind also Systeme, die nicht in Konkurrenz zueinanderstehen, sondern effizient zusammenarbeiten.

InSystems verfolgt mit seiner Beteiligung an dem Projekt das Ziel, die seit 2012 unter der Marke proANT gebauten Transportroboter technisch zu verbessern und neue Ansätze zu modellieren und zu evaluieren. Konkret geht es um die Themen: Dezentrale Flottenverwaltung, Kommunikation unter Einzelsystemen und Auswertung von Umgebungsinformationen.

 Von der „Wandelbaren Fabrik“ zur vorausschauenden Wartung

Das CrESt Projekt teilt sich in sechs sogenannte „Engineering Challenges“ und sechs Querschnittsthemen auf: Die ersten drei „Engineering Challenges“ widmen sich der übergeordneten Frage nach der Architektur von flexiblen, dynamischen und adaptiven Systemen.

Unter flexiblen Architekturen versteht man die Fähigkeit einer Fabrik, sich veränderten Produktionsverhältnissen anzupassen (Stichwort: Wandelbare Fabrik). Wie lässt sich beispielsweise eine neue Maschine mit veränderten Leistungsfeatures in einen bestehenden Maschinen-verbund integrieren, um die Gesamtleistung einer Fabrik zu vergrößern? In diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass die Produktion für die Zeit des Umbaus angehalten wird.

Im Teilprojekt der dynamischen Architekturen dagegen wird unter anderem von InSystems’ Seite zu untersuchen sein, wie ein Roboter über einen simplen Mechanismus wie etwa Plug & Play in eine vorhandenen Flotte eingebunden werden kann, ohne dass der Produktionsprozess unterbrochen werden muss. Einmal integriert, holt sich der Roboter oder die Maschine alle Informationen vom Systemverbund und erhält seine Fahrplanung automatisch. In einem weiteren Teilprojekt mit dem Titel „adaptive Systeme“ werden Methoden und Techniken für eine dezentrale Aufgabenverwaltung entwickelt.

Ein anderer Schwerpunkt des CrESt-Vorhabens ist schließlich das Thema der Umgebungsbetrachtung (oder Kontextualisierung). Speziell auf den Fall von InSystems gewendet, geht es hierbei um die Frage, wie man Transportroboter technisch so optimieren kann, dass sie auch bei starken Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld Transportaufgaben störungsfrei abwickeln können. Oft ändern sich in Fabriken Warenpositionen, Regale werden verschoben oder Maschinen hinzugefügt. In solchen Fällen müssen die Transportroboter schnell die neue Umgebung und veränderten Texturen erfassen, bevor es zu Zusammenstößen kommt.

Ziel des Projektes ist es also, jeden einzelnen Roboter als Einzelsystem in die Lage zu versetzen, selbst über seinen aktuellen Batteriezustand Bescheid zu wissen, und allein Aufwand und Kosten für einen Transportauftrag zu errechnen. Nicht mehr ein übergeordnetes zentrales Flottenmanagementsystem entscheidet, welcher Roboter welchen Auftrag übernehmen soll, sondern die Fahrzeuge ermitteln untereinander entsprechend des Systemziels, welcher Roboter über die optimalen Voraussetzungen für einen Transportauftrag verfügt.

Das Projekt wird bei InSystems nunmehr von drei Personen betreut. Der Kickoff für „CrESt“ fand am 22. März 2017 statt.

Link zur Pressemitteilung 201704

Link zum Projektvorhaben

Link zur proANT-Produktseite