Premiere: Stacklifter – Ein neuer Transportroboter wird gefeiert

Zwei Jahre lang arbeitete das Team an ihm: dem proANT 016 AGV Stacklifter. Nun ist der Transportroboter bereit für die ersten Kunden. InSystems Automation feierte die Premiere und stellt das Team hinter seiner Entwicklung vor.

Der Stacklifter für KLT Stapel – autonom und ganz ohne Übergabestation

InSystems feiert den Stacklifter und gratuliert dem Team. Mit einer Demonstration und einem Glas Sekt wurde die nächste Entwicklungsstufe unseres autonomen Transportroboters „Stacklifter“ gefeiert.
Nach Konstruktion und Bau des Prototypen kann dieser nun mit Hilfe des Laserscanners auf der Rückseite die Position von beliebig auf dem Boden stehenden Boxen erkennen. So können diese dann vom Roboter zum Transport aufgenommen werden. Die letzten Schritte sind nur noch das autonom Fahren zum Ziel, wie es die anderen proANT Transportroboter ja bereits können, und die automatische Verwaltung der Bodenlagerplätze
Mit dem Erkennungsalgoritmus lassen sich auch die Positionen von Paletten oder anderen Transportbehältern detektieren. Somit kann die Technik zukünftig für verschiedene proANT Transportroboter genutzt werden.

Die Konstruktion und der Algorithmus sind die eindrucksvolle Leistung zweier Studenten, die das neue Fahrzeug als Masterprojekte konstruiert und programmiert haben und auch nach ihren Abschlüssen bei InSystems bleiben.

Das proANT Stacklifter ist eine einzigartige Entwicklung. Üblicherweise nehmen Transportroboter ihre Lasten nur von Übergabestellen und Fördertechnik auf, doch der Stacklifter ist dazu ausgelegt, Kisten und Stapel direkt vom Boden aufzuheben. Der Stacklifter erkennt die Behälter, auch wenn sie mit Versatz oder verdreht stehen und nimmt sie automatisch auf. Er erkennt die Ausrichtung mittels Laserscanner und navigiert autonom, um die Last genau in seinen Laderaum aufzunehmen.

Mit diesem Fahrzeug lassen sich sehr kostengünstige und flexible Lager und Produktionspuffer einfach auf der Produktionsfläche errichten. Der Stacklifter ist wie alle proANT-Fahrzeuge personensicher und kann daher Seite an Seite mit dem Mensch eingesetzt werden.

Ein Erfolg, den man feiern kann

Wie jeder Prototyp brauchte die Entwicklung des Stacklifters seine Zeit. Über zwei Jahre hinweg wurde er konstruiert, programmiert und getestet. Am 20. Juli 2018 feierte InSystems nun mit einer internen Informationsrunde und Demonstration des Transportroboters seine Fertigstellung.
Im Foyer des neuen Firmensitzes von InSystems navigierte das Fahrzeug zu den Behältern und richtete sich zuverlässig nach dem aufzunehmenden KLT Behälter aus. Der Transportroboter nahm den KLT Behälter auf und wurde dafür mit einem Applaus bedacht und ein Glas Sekt zum Anstoßen rundete die Vorführung ab.

proANT Stacklifer Demo bei InSystems proANT Stacklifer erkennt KLT Behälter

Ein starkes Team

Entwicklerteam des proANT Stacklifter

Konstrukteur Kristof

„Ich bin stolz darauf.“, sagt Kristof, der den Roboter vor knapp einem Jahr als Masterarbeit bei InSystems erstmals als Konzept zu Papier gebracht hat. „Das Arbeiten an diesem Projekt war für mich eine wertvolle Zeit. Der Bau der Mechanik war ganz mir überlassen – so etwas schafft Erfahrung.“

Kristof ist heute Konstrukteur bei InSystems, nachdem er nach dem Studium direkt übernommen wurde. Für ihn war der Stacklifter lange nur Zukunftsmusik. „Es gab quasi drei Etappen.“, sagt er zu dem Fertigungsprozess. „Zuerst habe ich die Mechanik konstruiert. Schon da gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen, von denen Ideen kamen, wie man das Fahrzeug von Beginn an am besten konzipieren kann. Dann ruhte das ganze eine Weile für mich, während die Elektroprojektierer im zweiten Schritt alle nötige Elektronik installiert haben. Und dann im dritten Abschnitt kam Daniele, der den Roboter mit der richtigen Programmierung zum Leben erweckt hat.“

Es war ein längerfristiges Projekt mit vielen Test- und Probephasen. Ob ihm das Tüfteln denn Spaß gemacht hat?

„Tüfteln ist ein gutes Wort.“, sagt Kristof. „Ja, absolut. Man hat hier auch eine tolle Arbeitsatmosphäre. Man kann mit allen gut zusammenarbeiten, das muss man ja auch. Die Projektierer hatten ihre Wünsche, wie Konstruktion und Elektronik von vornherein gut zusammenpassen sollen. Es war eine Teamarbeit, das kann und will hier niemand für sich allein beanspruchen. Auch für Daniele musste ich noch ein paar Dinge abändern, damit der Roboter wirklich so fahren kann, wie er das soll.“

Programmierer Daniele

 Daniele – das ist derjenige, der den Algorithmus für die Behältererkennung  programmiert hat. Der gebürtige Italiener schreibt ebenfalls hier bei InSystems seine Masterarbeit und hat vor kurzem das Angebot bekommen, nach seinem Abschluss bei InSystems zu bleiben.

„Ich habe so viel gelernt und bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis.“, sagt er im Interview. „Es fühlt sich wirklich gut an, wenn man gerade vom College kommt und gleich an so einem großen Projekt arbeiten kann. Diese Möglichkeit erhält nicht jeder.“

Während seiner Arbeit gab es für ihn mehrere Meilensteine zu bewältigen, so zum Beispiel die Erarbeitung eines Konzepts dazu, wie der Roboter seine Scannerdaten am besten auszuwerten hat, die Entwicklung eines Erkennungsalgorithmus für zu transportierende Behälter und die anschließende Bewegungsplanung für das Fahrzeug. Dazu kamen noch verschiedene Anforderungen, beispielsweise von möglichen Kunden, die speziell zu beachten waren. All dies zu berücksichtigen war nicht immer einfach, aber: „Ich hatte eine tolle Unterstützung. Mir standen immer Ansprechpartner zur Verfügung, wenn ich Rat brauchte, das Team stand immer für alle Fragen offen. Die Atmosphäre war einfach super, und das hat mir sehr beim Dazulernen geholfen.“

Ursprünglich kam Daniele über einen Kontakt, den ein Professor an seiner Universität zu InSystems hatte, an das Unternehmen, um hier sein Studium zu beenden. Nun will er auch nach seinem Abschluss bleiben. „Ich werde in Research und Development arbeiten.“, sagt er. „Da wird es viele neue Projekte für mich geben, und vielleicht kann ich auch den Stacklifter weiterentwickeln.“

Sowohl Kristof als auch Daniele kamen als Studenten zu InSystems und bleiben als vollwertige Mitarbeiter. Denn das Unternehmen ist stets daran interessiert, junge Talente zu fördern und in unserem Team zu integrieren. Der Stacklifter war ihr erstes großes Projekt – aber es wird sicher nicht das letzte gewesen sein.

Weiterführende Links:

Technische Daten zum proANT 016 Stacklifter

Karriere bei InSystems