Stars of Science

Bis in die Top 6 bei Stars of Science hat es Wassim el Hariri mit seinem Pflege-Roboter geschafft. Die Sendung „Stars of Science“ wird im arabischen Fernsehen vor einem Millionenpublikum ausgestrahlt. Wissenschaftler und Entwickler treten über mehrere Folgen gegeneinander an und müssen eine hochkarätige Jury und die Zuschauer von ihren Innovationen überzeugen. Am Ende gewinnt der Sieger ein Preisgeld von $600.000 Dollar.

InSystems‘ Innovation bei Stars of Science

Wassim el Hariri, Mitarbeiter von InSystems hat an dem Fernsehwettbewerb mit einem unserer proANT Transportroboter teilgenommen, den er speziell für den Einsatz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen weiterentwickelt hat. Der Roboter könnte zukünftig Krankenschwestern oder Pflegern auf der Station beim Transport von Medikamenten bzw. Essenauslieferungen unterstützend zur Hand gehen.

Krankenhaus-Assistent mit verstellbarer Lastenaufnahme

Das Besondere an dem Roboter ist die Regalkonstruktion, in der bis zu sieben Tabletts übereinander aufgenommen und transportiert werden können. Weiterhin lässt sich die verstellbare Lastaufnahme mit Riemen nach oben oder unten bewegen.  Der Roboter kann somit verschiedene Höhen zur Übergabe anfahren, was einen großen Vorteil darstellt, da Tische und Betten in Krankenhäusern und Pflegestationen keine einheitlichen Maße haben. Auch einen Namen gibt es für den Roboter schon: S.A.S.H.A.  (Smart Autonomous System Hospital Assistent), der intelligente,  autonome Krankenhaus-Assistent.

Automatische Medikamenten- und Essensausgabe

Verschlossene Türen werden für den Roboter kein Hindernis bedeuten. Wassim el Hariri erklärt: „Wir können auf den Stationen automatische Türen einbauen, die mit dem AGV-InterfaceController (AIC), dem Flottenmanagement der Roboter, kommunizieren.“ Steht ein Fahrzeug vor einer verschlossenen Tür, sendet der Roboter ein Signal an das AIC, sodass die Tür geöffnet wird. Zu einem idealen Krankhaus-Assistenten wird S.A.S.H.A. zudem dadurch, dass er dem Krankenhauspersonal die Medikamenten- und Essensausgabe abnehmen soll. Dazu werden Mahlzeiten und Medikamente über ein intelligentes RFID-Trackingsystem vernetzt und kontrolliert, um Fehlauslieferungen zu vermeiden. Die RFID (radio-frequency identification) Technologie ermöglicht eine genaue Lokalisierung und Identifizierung mittels codiertem Chip, sodass kein Patient die falsche Mahlzeit oder die falschen Medikamente erhält.

In jede Umgebung integrierbar

S.A.S.H.A. basiert auf der proANT Technologie, die InSystems für den industriellen Einsatz entwickelt und seit 2012 stetig weiterentwickelt hat. So ist der Roboter in der Lage, autonom zu navigieren, seine Routen also ohne Wandmarkierungen oder eingelassene Bodenspuren zu berechnen, weicht spontan auftretenden Hindernissen aus und orientiert sich mittels Laserscanner, einer eingespeicherten Navigationskarte und WLAN.

 

 

Bevor S.A.S.H.A. in Betrieb genommen werden kann, fährt er zunächst einmalig die Umgebung ab und scannt alles ein. Hierdurch wird eine 2D Umgebungskarte erstellt, auf der die Zielpunkte sowie Lade- und Parkstationen eingezeichnet werden.  Gleichfalls können Bereiche definiert werden, in denen sich der Roboter nicht bewegen darf, etwa bestimmte Räume oder Gänge. Das Fahrzeug lässt sich somit perfekt jeder Umgebung anpassen. Außerdem ist der Roboter personensicher konzipiert. Dynamische Warn- und Schutzfelder erkennen ein Hindernis oder einen Menschen sofort und würden entweder die Geschwindigkeit des Fahrzeuges drosseln oder den vollständigen Stillstand veranlassen.

Egal, wie der Wettbewerb Stars of Science für Wassim el Hariri in den nächsten Wochen ausgeht, er ist sich jetzt bereits sicher, dass er mit S.A.S.H.A. einen Roboter entwickelt hat, der schon bald zum Alltag in den Krankenhäusern gehören kann. Zumindest sind Pflegeroboter in anderen Ländern wie Japan oder China längst keine Seltenheit mehr.

Link zur TV Sendung

Link zum Interview mit Wassim el Hariri